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DAS TANTRA DES QUBITS

Viel mehr als ein mystischer Abenteuerroman...

Foto: Rishikesh, Indien, 1993, von Gero Matthias Limbeck

Auf dem Dach der Welt erwarten dich Abenteuer und mystische Weiten. Atemberaubende Landschaften sowie exotische Schauplätze lassen deine Sinne tanzen. Du tauchst ein in eine Sphäre voller Geheimnisse und existenzieller Tiefe. Tantrische Schriften und erotische Verwirrungen ziehen dich in ihren Bann – hinein in ein Reich jenseits der Zeit.

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DAS GLOSSAR ZUM ROMAN

Zu jedem Begriff im Glossar findet man oben unter „Romanauszug“ einen Auszug aus „Das Tantra des Qubits“

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TANTRA

bezeichnet rituelle, meditative und philosophische Schriften sowie Visualisierungen des Buddhismus und Hinduismus, die zwischen dem 3. und 12. Jahrhundert n. Chr. entstanden sind. Die Übersetzung aus dem Sanskrit lautet in etwa „Webstuhl“, was darauf hinweisen soll, dass alles mit allem „verwoben“ ist. Bis heute bleiben einige Texte geheim oder sind nur für Eingeweihte verständlich, was unweigerlich zu Mystifikationen führt. In ihren Ursprüngen richteten sich diese Lehren gegen das starre Kastenwesen der Brahmanen (die oberste Priester- und Gelehrtenkaste Indiens) und gegen dualistische Beschränkungen. Zentral in fast allen tantrischen Strömungen ist die Verehrung des weiblichen Prinzips (Shakti). Zudem gilt die spirituelle Vereinigung weiblicher und männlicher Kräfte als Voraussetzung zur Erlangung eines transzendenten Zustandes und höchster Weisheit. Entgegen dem weit verbreiteten westlichen Missverständnis geht es in den Tantra-Texten primär nicht um Sexualität, sondern um ein ganzheitliches System zur spirituellen Befreiung.

 
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QUBIT

Rechnet man in der binären Einheit mit Bits, repräsentiert das Qubit (Quantenbit) die Recheneinheit in der Quantenmechanik. Es wird oftmals mit dem griechischen Buchstaben PSI (siehe Bild) symbolisiert. Ein Qubit kann in einer Überlagerung (Superposition) die Zustände 0 und gleichzeitig 1 einnehmen und den binären Zustand somit aufheben.

Auch können Teilchen miteinander „verschränken“, was bedeutet, dass der Zustand eines Qubits mit einem anderen interagieren kann, egal, wie weit beiden voneinander entfernt sind.

Die Rechenleistung von Quantencomputern sind somit tausendfach schneller als von binären Computern.

KLAPPENTEXT DES ROMANS 

Tantrische Mysterien im Land der Schneelöwen. Ein jahrhundertealtes Geheimnis. Und eine Macht, die den Verstand sprengt.
Die Spur einer tibetischen Mumie führt die Agentin Marta und ihren Partner Thorben tief in ein Hochland voller uralter Rituale und verbotenem Wissen. Doch je tiefer sie in ein Geheimnis vordringen, das die Gesetze der Natur selbst in Frage stellt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Illusion, zwischen Pflicht und Verlangen.
Während eine skrupellose Tech-Sekte ebenfalls Jagd auf ein tantrisches Vermächtnis macht, ist die gefährlichste Reise nicht die durch den Himalaya, sondern die durch die eigene Begierde.
Wie viele Tabus muss man brechen, um sich selbst neu zu finden?
Ein mystischer Abenteuerroman über Bewusstsein, Begehren und die Auflösung aller Grenzen.

KAPITEL EINS

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Bild: Meister Shi Heng Yi, Shaolin Temple Europe, Otterberg

SHAOLIN

Eine asiatische Kampfkunst, die Kung-Fu-Übungen, Atemtechniken und buddhistische Lehren in sich vereint. Der Name geht auf das Gründungskloster in China zurück, das am Fuße des Berges Shaoshi liegt. Als Gründungsvater gilt der indische Mönch Batuo, der ab dem Jahre 496 n. Chr. von hier aus die buddhistische Lehre verbreitete. Erweitert wurden die Klosterregeln durch den Mönch Bodhidharma. Da er selbst aus einer Kriegerkaste stammte, führte er zu Beginn des 6.Jh. sowohl die Kampfkunst als auch den Chan-Buddhismus (heute besser bekannt als Zen-Buddhismus) im Kloster ein.  Als Dank für die Dienste einiger Shaolin-Mönche im Abwehrkampf gegen äußere Feinde, gewährte der Kaiser der Tang-Dynastie dem Kloster die Ausbildung der Mönche zu Kriegern. Seither sind Kampfkunst und Buddhismus im Shaolin eng miteinander verwoben. (Im ROMANAUSZUG lesen Sie zum Thema SHAOLIN das erste Kapitel des Romans.) 

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Bild: SOS-Kinderdorf Dharamsala. G.M. Limbeck

DHARAMSALA

Nach seiner Flucht aus Lhasa im Jahre 1959 wurde die indische Stadt Dharamsala zum Sitz des 14. Dalai Lamas. Da „Little Lhasa“, wie man Dharamsala heute nennt, über freie Gebäude aus der britischen Kolonialzeit verfügte, erlaubte man den ca. 80. 000 tibetischen Flüchtlingen, sich hier niederzulassen. Hier fanden auch die ersten Schulen für tibetische Flüchtlingskinder ihren Anfang (siehe Bild).Schon gleich nach der Ankunft wurde in Dharamsala die tibetische Exil-Regierung gebildet (siehe weiter unten). Die Stadt liegt 1500 Meter hoch an den Südhängen des Himalayas im indische Bundesstaat Himachal Pradesh. Aufgrund des gemäßigten Klimas wird es auch im Winter selten kälter als Null Grad.

(Im ROMANAUSZUG finden Sie zur Ortsbeschreibung von DHARAMSALA einen Ausschnitt aus dem Kapitel KARMA UND CASH.)

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Heilige Kühe

Die Analogie zwischen der heiligen Kuh Indiens und des spanischen Stieres ist im Roman evident. Wenngleich das Rind in vielen Kulturen (von  Ägypten und Griechenland über die Etrusker und den nördlichen Ländern Europas), aufgrund seiner vielseitigen Nutzung schon sehr lange als heilig verehrt wird, so ist der göttliche Bezug im Hinduismus auf die Veden (ca. 1500 bis 500 v. Chr.) zurückzuführen. In diesen heiligen Schriften wird die Mutter des Universums als heilige Kuh dargestellt (genauere Details im Blogartikel oben: „Warum ist die Kuh in Indien heilig?“)

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TIBETISCHE EXILREGIERUNG

Die Central Tibetan Association CTB) wurde 1959 nach der Flucht ins indische Exil in Dharamsala mit dem Dalai Lama als politisches und religiöses Oberhaupt gegründet. Das Kabinett besteht aus 6 Ministern, die vom Parlament (49 Mitglieder) bestätigt werden müssen. Wahlberechtigt sind alle Exil-Tibeter. Ergänzt wird die Exekutive und Legislative von Richtern, die in geheimen Wahlen von den Parlamentariern gewählt werden. 2011 gab der 14. Dalai Lama seine Funktion als politisches Staatsoberhaupt auf und beschränkt sich seitdem auf die rein religöse Ausrichtung. 

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Der DALAI LAMA/KUNDUN

Im 17.Jh. war der 5. Dalai Lama in der Lage, Tibet zu vereinen. Seit jener Zeit behauptete er die religiöse und meist auch politische Vorherrschaft über seine Untertanen. Mithilfe der Mongolen hatte sich sein Orden, die Gelug-Schule, gegen die rivalisierenden spirituellen Strömungen militärisch durchsetzen können.

Die Tibeter sehen in der Person des Dalai Lama die Emanation des Avalokiteshvaras, dem Gott des reinen Mitgefühls. Der Name bedeutet soviel wie „Ozean der Weisheit“. Vergeben wurde dieser Titel zum erstenmal im Jahre 1578 vom mongolischen Fürsten Altan Khan an seinen tibetischen Lehrer Sönam Gyatso.

Mit dem Panchen Lama steht der Kundun (wörtl. „die verehrungswürdige Anwesenheit“) in Wechselwirkung bei der Bestimmung des jeweiligen Nachfolgers.

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Bild: dpa, 17.05.2025

Der Panchen Lama

In Tibet heißt es, dass der Dalai Lama und der Panchen Lama wie Sonne und Mond zueinander stehen – beide bedingen sich gegenseitig. Als die zweithöchste spirituelle Instanz des Landes erkennt der Panchen Lama traditionell die Reinkarnation des Dalai Lama an, und umgekehrt. Im Jahr 1995 ließ die chinesische Regierung den sechsjährigen Panchen Lama Gedhun Choekyi Nyima entführen und setzte an seiner Stelle einen chinesisch bestimmten Vertreter ein, Gyaincain Norbu. Die Intention Pekings ist unmissverständlich: Da der Panchen Lama traditionell eine zentrale Rolle bei der Ernennung des Dalai Lama spielt, möchte Peking auf die Nachfolge des 14. Dalai Lama einwirken. Das kommende tibetische Oberhaupt soll von China bestimmt sein.

 

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Quelle: Monica de Leon

Das historische Tibet

Tibet ist heute nicht nur besetzt, sondern auch territorial beraubt. Mit dem Einmarsch der Chinesen 1951 in Lhasa endete die politische Vorherrschaft des Dalai Lama. Das 17-Punkte-Abkommen, das unter militärischem Zwang zwischen Peking und der tibetischen Regierung vereinbart wurde, sah de facto keine Unabhängigkeit mehr vor.

Das historische Tibet, das bis dahin ca. 2,5 Millionen qkm umfasst hatte, wurde von der chinesischen Regierung etwa zur Hälfte seiner Fläche entrissen. Traditionell aus drei Regionen bestehend, (Ü-Tsang in Zentraltibet, Kham im Osten und Admo im Nordosten), wurde Tibet auf die Fläche von Ü-Tsang und kleine Teile von West-Kham reduziert. Die übrigen Regionen des Kham und Admo wurden von Peking auf chinesische Provinzen verteilt.

Die Landumverteilung war im Jahr 1965 offiziell abgeschlossen. Das Gebiet, das man heute gemeinhin als Tibet bezeichnez, besteht im Wesentlichen nur noch aus dem historischen Zentraltibet.

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Die Khampa und ihre Guerilla-Bewegung

Kham ist neben Ü-Tsang und Amdo eine der drei historischen Provinzen Tibets und liegt geografisch im Osten des tibetischen Hochlandes. Aufgrund seiner zerklüfteten Lage ist das Land schwer zugänglich und wird daher auch als das „östliche Bollwerk Tibets“ bezeichnet. Die Unwegsamkeit der Bergregionen ließ hier im Laufe der Jahrhunderte kriegerische Königreiche und Stämme entstehen, die stets unabhängig von Lhasa agierten. Mit dem gewaltsamen Einmarsch der chinesischen Volksbefreiungsarmee 1950 und spätestens mit der Aufteilung ihres historischen Gebietes in chinesische Provinzen 1965 bündelten die Khampa ihre Kräfte in einem gemeinsamen Widerstandsnetz. 1959 waren es ihre Krieger, die den jungen Dalai Lama über die Berghänge des Himalaya nach Dharamsala eskortierten. Diese Guerillabewegung, „Vier Flüsse und sechs Gebirgszüge“ (Chushi Gangdruk), wurde vom amerikanischen CIA mit finanziellen Mitteln und militärischer Ausrüstung unterstützt, musste sich aber angesichts der chinesischen Übermacht nach Nepal zurückziehen, wo sie 1974 kapitulierte (Genauere Details über den Befreiungskampf der Khampa-Guerillas und ihre Verbindung zur CIA erfährst du oben in einem Blog).

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DIE KAMASUTRA-TEMPEL VON KHAJURAHO

In der indischen Kleinstadt Khajuraho im Bundesstaat Madhya Pradesh (ca. 600 km südlich von Delhi) befinden sich die weltberühmten Kama Sutra-Tempeln, die heute zum Weltkulturerbe zählen. Sie sind  vor allem wegen ihren erotischen Skulpturen bekannt, die sich an den Fassaden der noch 20 erhaltenen Tempeln befinden. Erbaut wurde die Anlage um 1000 n. Chr unter den Herrschern der hinduistischen Chandela-Dynastie. Das imposanteste Bauwerk ist der 30 Meter hohe Kandariya-Mahadeva-Tempel, der Gott Shiva geweiht ist. Auch der Lakshmana-Tempel ist architektonisch und kunsthistorisch von großer Bedeutung. An ihren Fassaden findet man zahlreiche erotische Skulpturen, die männliche Hauptgötter im Geschlechtsakt (Maithuna) mit den weiblichen Göttinnen, den Shaktis, zeigen. Es werden Positionen dargestellt, wie man sie im Lehrbuch der Liebeskunst, dem Kama Sutra, findet. Die Vereinigung des Weiblichen mit dem Männlichen bedeutet im Tantrismus die Aufhebung des Dualismus und versinnbildlicht somit die höchste Ebene der göttlichen Vollkommenheit. Nackte oder leicht bekleidete Surasundharis („Schönen Mädchen“) sind beim Geschlechtsakt anwesend. Die Silhouetten der Tempeln sind dem Berg Kailash, dem Wohnsitz Shivas, nachgebildet. Auf den oberen Abschlüssen der Turmspitzen kronen die vasenförmigen Kalascha-Krüge, die symbolisch mit dem Nektar der Unsterblichkeit („Amrita“) gefüllt sind.

KAPITEL 2

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Bild: Manali-Leh Highway. G.M. Limbeck

Der Manali-Leh-Highway

Selten kann man sich den Göttern näher fühlen als auf dem Manali-Leh Highway. Auf 2.000 Metern Höhe beginnt man seine Reise in Manali (Bundesstaat Himachal Pradesch), um zwei Tage später, auf 3500 Metern, in der Hauptstadt von Ladakh, Leh, sein Ziel zu erreichen. Zwischendurch hat man einige der höchsten Passstraßen zu überqueren, die die Welt zu „bieten“ hat. Der Tanglang La auf 5325 Metern ist der höchste, gefolgt vom Lachulung La mit 5059 Metern, dem Baralacha La auf 4892 Metern Höhe und schließlich dem Rohtang La auf 3978 Metern. Gerade am letzteren Pass kommt es aufgrund großer Schneeverwehungen immer wieder zu LKW-Unfällen, auch wenn der Highway nur zwischen Juni und September geöffnet ist. Umgekippte Frachtwagen bergen außerdem nicht selten die Gefahr für lange Staus. Die ständige Ausbesserung und Reparatur der 477 Kilometer langen Strecke wird während der gesamten Sommermonate unter höchsten Strapazen verrichtet.

(Der ROMANAUSSCHNITT aus dem Ende des Kapitels „Ein spirituelles Trüffelschwein“ schildert ein wenig genauer die abenteuerliche Busfahrt über den MANALI-LEH-HIGHWAY

www.qubit tantra.de 1

Die Bönpa

Bön ist in Tibet die Vorläufer-Religion des Buddhismus und bis heute stark geprägt vom Schamanismus. Der Legende nach musste der buddhistische Religionsstifter Padmasambhava im 8. Jh. n. Chr. schwierige Kämpfe gegen diese animistische Naturreligion ausfechten, ehe er die Lehre Buddhas im Land der Schneelöwen verbreiten konnte. Um die endgültige Akzeptanz in der Bevölkerung zu erlangen, näherten sich beide Religionen in Riten und Lehren an und beeinflussten sich wechselseitig. Im Jahre 1977 wurde die Bön-Religion von der tibetischen Exilregierung als fünfte Schule des Buddhismus in Tibet anerkannt.

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Der Kyung-Adler

Wie oben bereits erwähnt, beinflussten sich Bön und Buddhismus wechselseitig. Allerdings behielten die Bönpa einige Symbole und Riten, um sich bewusst vom Buddhismus abzugrenzen. Zu dieser Symbolik gehört – neben der linksgedrehten Swastika (siehe unten) – der Kyung Adler. Er steht als Bewahrer des reinen Lichts. Sein Name bezieht sich auf den Silberpalast in Kyunglung, der Hauptstadt des einstigen Bön-Reiches am Mount Kailash in vor- buddhistischer Zeit. (Zur Vertiefung des sagenumwobenen Bön-Reiches siehe oben der Blogartikel: „Der Silberpalast im Reich der Bönpa“.

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Ladakhas Hauptstadt Leh

Die alte buddhistische Königsstadt Leh ist die Residenz des heutigen Unionsgebietes Ladakh, das im 10. Jh. von einem Nachkommen der tibetischen Königsdynastie gegründet wurde. Schrift, Sprache und Buddhismus sind stark mit Tibet verbunden, weshalb Leh gerne auch als „Little Lhasa“ bezeichnet wird. Im 19. Jh. fiel Ladakh unter britische Oberhoheit und 1947 – nach ihrer Unabhängigkeit vom britischen Empire – zu Indien. Auf einer Höhe von 3.500 Metern gelegen, hat Leh ungefähr 30.000 Einwohner. Geografisch ist die Stadt von einer Steinwüste umgeben und liegt wie eine Oase – so auch die tibetische Bedeutung – im Indus-Tal. Bis heute gibt es zwischen China und Indien ungelöste Grenzfragen zu dieser Region, die nicht selten zu aufflammenden Gefechten zwischen den stationierten Militärs führen.

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Die Cham-Maskentänze und Schwarzhutzauberer

Die Schwarzhutzauberer bilden einen bedeutenden Teil der tibetischen Maskentänze (Cham-Tänze) in tibetischen Klöstern oder heiligen Stätten. Die Hüte symbolisieren spirituelle Kräfte. Ihren Trägern werden schamanische Fähigkeiten nachgesagt. So schützen sie die Gläubigen vor bösen Geistern und negativen Energien; die Verstorbenen können sie ins nächste Leben leiten.Die Maskentänze feiern den Sieg des Buddhismus aus dem 9. Jh. über ihre Gegner. Nachweislich wurden sie allerdings schon in der Bön-Religion zelebriert und vom Buddhismus lediglich adaptiert. (Nähere Details zu den Cham-Maskentänzen und den Schwarzhutzauberern findet ihr im Blogartikel oben).

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Das Kalachakra-Mandala

Im Buddhismus und Hinduismus werden Mandalas kreisförmig oder rechteckig dargestellt. Sie repräsentieren allgemein den Kosmos sowie die Harmonie des inneren Bewusstseins und stehen symbolisch für die persönliche Transformation, die bei intensiver Meditation ihre Zweidimensionalität aufhebt. Das Kalachakra-Mandala, ein Abbild des Palastes der Kalachakra-Gottheit, dient zur Visualisierung des gleichnamigen Lehrweges: Man gelangt vom äußeren über den mittleren bis in den inneren Kern – den Sitz des reinen Bewusstseins. Dabei tragen alle fünf Richtungen und Farben eine besondere Symbolik. (Mehr Informationen zum Kalachakra-Mandala gibt es weiter unten. Einen Romanauszug zum Kalachakra-Mandala, das eine zentrale Rolle in der Handlung einnimmt, findet ihr oben im Blogartikel „Der Sturz in das Mandala“)